Seitenbereiche

Doppelte Haushaltsführung

Inhalt

Unterkunftskosten

Als Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Zweitwohnung am Beschäftigungsort – der Gesetzgeber spricht hier von „Unterkunftskosten“ – können die „tatsächlichen Aufwendungen für die Nutzung der Unterkunft angesetzt werden“, höchstens aber € 1.000,00 pro Monat (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Einkommensteuergesetz/EStG). Das Gesetz bestimmt nicht näher, welche Aufwendungen zu den Unterkunftskosten gehören. Die Finanzverwaltung rechnete bislang praktisch „alles“ dazu.

BFH-Rechtsprechung

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat im aktuellen Urteil vom 4.4.2019 (VI R 18/17) Aufwendungen für Einrichtungsgegenstände und Hausrat vom Begriff der Unterkunftskosten herausgenommen. Im Streitfall machte ein Steuerpflichtiger neben den Mietkosten auch Kosten für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsartikel geltend. Die Finanzverwaltung begrenzte alle Aufwendungen auf € 1.000,00 pro Monat. Zu Unrecht, wie der BFH jetzt entschieden hat.

Fazit

Zu den beschränkt abziehbaren Unterkunftskosten zählen nur die Miete, die Nebenkosten, Kosten für Kfz-Stellplätze, Sondernutzungen für Gärten usw. Die Nutzung von Einrichtungsgegenständen und Haushaltsartikel kann nicht mit der Nutzung der Unterkunft gleichgesetzt werden. Diese Aufwendungen können zusätzlich und unbegrenzt nach den allgemeinen Regeln des Steuerrechts entweder sofort, wenn es sich um geringwertige Wirtschaftsgüter handelt, oder über die Nutzungsdauer verteilt als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Stand: 29. Juli 2019

Bild: Benjamin LEFEBVRE - stock.adobe.com

Erscheinungsdatum:

Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite
Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite

Scannen Sie ganz einfach mit einem QR-Code-Reader auf Ihrem Smartphone die Code-Grafik links und schon gelangen Sie zum gewünschten Bereich auf unserer Homepage.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Anbetracht der vom Landkreis Bautzen erlassenen Allgemeinverfügung, innerhäusige Menschenansammlungen zu vermeiden, eröffnen wir keinen Publikumsverkehr mehr. Unsere Kanzlei bleibt daher für den Besucherverkehr vom 16.03.2020 bis voraussichtlich 31.05.2020 geschlossen. Wir ersuchen um diesbezügliches Verständnis.

Die Erreichbarkeit ist telefonisch und per E-Mail sichergestellt.
In begründeten wichtigen Einzelfällen können Terminabsprachen getroffen werden. (Sofern Sie betriebliche Unterlagen zwingend zu steuerlichen Zwecken austauschen müssen, möchten wir Sie bitten, zu klingeln.)
In dringenden Fällen können Sie uns unter der Tel.-Nr. 03571/487710 (Rechtsstrecke) 03571/487720 (Steuerstrecke) erreichen.
Anderweitige Kontaktdaten können Sie auf unserer Homepage einsehen. Korrespondenz bitten wir Sie, in den Hausbriefkasten einzuwerfen. Selbstverständlich können Sie uns auch jederzeit eine elektronische Nachricht zukommen lassen.

Mit coronasterilen Grüßen
Ihr Kanzleiteam

OK